Nachhaltigkeit bei LONGO

Materialien, Prozesse und Maßnahmen im Überblick

Wir sind Druckerei, Werbeagentur und Verpackungshersteller. Wir produzieren – und jede Produktion hinterlässt Spuren. Deshalb erfassen wir unseren CO2-Fußabdruck, lassen unsere Managementsysteme und ausgewählte Prozesse nach anerkannten Standards zertifizieren und arbeiten kontinuierlich daran, unsere Auswirkungen auf die Umwelt zu verringern.

Für uns bedeutet verantwortungsvolle Produktion, Materialien und Energie bewusst einzusetzen und auf eine sorgfältige Verarbeitung zu achten. Wir entwickeln Druckprodukte und Verpackungen mit dem Anspruch, dass sie ihren Zweck zuverlässig erfüllen und bei geeigneter Nutzung lange im Einsatz bleiben.

Partner für Emissionsbilanzierung und Klimaschutzbeiträge

Seit 2010 arbeiten wir mit NatureOffice und seit 2019 mit ClimatePartner zusammen. Beide Partner unterstützen Unternehmen dabei, Emissionen zu erfassen und freiwillige Beiträge zu Klimaschutzprojekten umzusetzen. Welche Methode, welche Nachweise und welches Projekt zum Einsatz kommen, hängt vom jeweiligen Auftrag und Zeitraum ab.

Unseren jährlichen Corporate Carbon Footprint berechnen wir auf Grundlage verfügbarer Verbrauchs- und Betriebsdaten. Dabei berücksichtigen wir – abhängig vom Bilanzierungsjahr und vom festgelegten Bilanzierungsumfang – unter anderem Strom, Wärme, Wasser, Mobilität, Materialien und Abfälle. Die Berechnung orientiert sich am GHG Protocol.

Der CO2-Fußabdruck unseres Unternehmens ist nicht automatisch die Emissionsbilanz eines einzelnen Druckauftrags. Deshalb betrachten wir beide Ebenen getrennt.

Für ausgewählte Druckaufträge können unsere Kunden zusätzlich einen freiwilligen Beitrag zu einem Klimaschutzprojekt leisten. Auf Wunsch unterstützen wir bei der Organisation über NatureOffice oder ClimatePartner. Dabei handelt es sich nicht um eine pauschale Klimaneutralitätsaussage. Umfang, Berechnung und verfügbare Nachweise werden für den jeweiligen Auftrag gesondert ausgewiesen.

Außerdem nehmen wir am Book Chain Project teil. Die Initiative erfasst Produktionsdaten aus der Buchproduktion und macht sie nach einer einheitlichen Methodik vergleichbar. Unser Beitrag bezieht sich auf die Produktionsdaten, die LONGO dafür bereitstellt beziehungsweise selbst erfasst.

Nachhaltige Papiere:


FSC®-zertifizierte Papiere, Recyclingpapiere und Spezialpapiere

Die Wahl des Papiers prägt ein Druckprodukt – seine Haptik, seine Wirkung und seine Materialeigenschaften. Je nach Projekt beraten wir unsere Kunden zu Recyclinganteil, Zertifizierungen, Rohstoffen und Verwendungszweck. So finden wir gemeinsam das Papier, das zum Produkt und zur gewünschten Anwendung passt.

Zu unseren besonderen Papieroptionen gehört das Apfelpapier von Frumat. Es enthält Apfeltrester – einen Reststoff aus der Apfelsaftproduktion – der zu einem neuen Papierprodukt weiterverarbeitet wird. So werden pflanzliche Reststoffe als Bestandteil eines hochwertigen Druckpapiers genutzt.

Auf Anfrage drucken wir außerdem auf ausgewählten Gras-, Hanf- und Samenpapieren. Welche Papiersorte geeignet ist, hängt von ihrer Materialzusammensetzung, ihrer Verfügbarkeit und dem jeweiligen Verwendungszweck ab.

Für viele unserer Aufträge sind FSC®-zertifizierte Papiere eine geeignete Option. Das FSC®-System verbindet Anforderungen an eine verantwortungsvolle Waldbewirtschaftung mit der Rückverfolgbarkeit zertifizierter Materialien entlang der Lieferkette.

LONGO verfügt über eine FSC®-Chain-of-Custody-Zertifizierung. Wenn Papier, Auftrag und Produktionsprozess die geltenden FSC®-Vorgaben erfüllen, können entsprechende Druckprodukte gemäß den Lizenz- und Kennzeichnungsregeln FSC®-konform angeboten und gekennzeichnet werden.

Zertifizierung


Qualität und Verantwortung, die nachweisbar sind

Bestimmte Umwelt-, Qualitäts- und Sicherheitsaspekte lassen sich durch Messungen, Managementsysteme und Zertifizierungen dokumentieren. Unsere Zertifizierungen sind kein Selbstzweck, sondern Ausdruck eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses, den wir seit Jahren konsequent verfolgen.

Die PSO-Zertifizierung nach ISO 12647-2 bestätigt seit 2006 die Anwendung standardisierter Prozesse für eine reproduzierbare Qualität im Offsetdruck. Standardisierte Druckbedingungen können dazu beitragen, die Einrichtung der Maschinen zu vereinfachen und Makulatur sowie Materialeinsatz zu reduzieren.

Unser Umweltmanagementsystem am Standort Bozen ist seit 2016 nach ISO 14001 zertifiziert. Im Rahmen dieses Systems erfassen wir relevante Umweltaspekte, legen Verbesserungsziele fest und überprüfen deren Umsetzung regelmäßig durch interne und externe Audits.

Die ISO 9001 steht seit 2015 für unser Qualitätsmanagementsystem: strukturierte Prozesse, klare Verantwortlichkeiten und eine kontinuierliche Optimierung – zum Nutzen unserer Kunden und Partner.

Die ISO 45001 schließlich zertifiziert seit 2018 unser Arbeitsschutzmanagementsystem. Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz sind für uns keine Selbstverständlichkeit, sondern ein aktiv gestalteter Standard.

Nachhaltige Materialien

Farben, Folien und Drucktechnologien

Ein gutes Druckprodukt beginnt nicht erst beim Papier. Auch Farben, Platten, Folien und weitere Materialien spielen eine Rolle. Unser Anspruch: Materialien bewusst auswählen, passend zum jeweiligen Produkt einsetzen und ihre Eigenschaften transparent benennen.

Nach den aktuellen Angaben unserer Lieferanten setzen wir im Offsetdruck ausgewählte mineralölfreie und teilweise pflanzenölbasierte Druckfarben ein. Die konkrete Zusammensetzung hängt vom Druckverfahren, von der jeweiligen Farbe und vom vorgesehenen Einsatz ab.

Bei ausgewählten Anwendungen verwenden wir Intensivfarben. Durch ihre höhere Pigmentdichte ermöglichen sie eine gute Deckkraft bei geringerem Farbauftrag.

Bei ausgewählten Offsetdruckaufträgen setzen wir Kodak-Sonora-Druckplatten ein. Sie können ohne konventionelle Entwicklungschemie verarbeitet werden. Dadurch kann der Einsatz entsprechender Chemikalien im Plattenprozess entfallen und der damit verbundene Entsorgungsaufwand verringert werden.

Für ausgewählte Trockentonersysteme liegen uns Nachweise zur Recyclingfähigkeit unter den jeweils angegebenen Prüfbedingungen vor. Diese Nachweise beziehen sich auf die geprüfte Material- und Druckkombination und nicht automatisch auf jedes Druckprodukt.

Bei Folien und Verpackungsmaterialien gibt es nicht die eine perfekte Lösung. Deshalb prüfen wir regelmäßig verschiedene Materialien und vergleichen ihre Eigenschaften – unter anderem Materialzusammensetzung, Verarbeitbarkeit, Haltbarkeit und Entsorgungsweg. Bereits im Einsatz sind eine Einschweißfolie von Biocartene sowie eine Plastifizierfolie von CGL+CMT.

Nachhaltigkeit im Unternehmen

Was hinter den Kulissen passiert

Nachhaltigkeit endet für uns nicht an der Druckmaschine. In den vergangenen Jahren haben wir viele kleine und große Maßnahmen umgesetzt – im Gebäude, im Versand und im täglichen Miteinander. Einige davon zeigen sich sofort, andere wirken eher im Hintergrund. Hier ein Überblick.

Energie

Für unseren Standort in Bozen beziehen wir Strom aus Wasserkraft von Alperia, einem Südtiroler Energieversorger. Der Strombezug ist zu 100 % durch entsprechende Herkunftsnachweise gedeckt.

Unser Gebäudedach wurde gedämmt. Die Maßnahme soll dazu beitragen, den Energiebedarf für Heizung und Kühlung zu reduzieren. Unser Lager haben wir vollständig auf LED-Beleuchtung umgerüstet.

Versand

Für Versandkartons, Stopfmaterial und Liefertaschen setzen wir – je nach Produkt – Materialien mit einem Recyclinganteil von bis zu 100 % ein. Die jeweiligen Angaben werden durch die Lieferantendokumentation belegt.

Auf Wunsch bieten wir den Versand über DHL GoGreen an. Welche Leistung enthalten ist und ob dabei ein Klimaschutzbeitrag vorgesehen ist, hängt vom jeweils gebuchten DHL-Service ab. Die Option bezieht sich ausschließlich auf den Versand und nicht auf die Klimawirkung des Druckprodukts.

Im Alltag

Plastikbecher und Plastikflaschen haben bei uns ausgedient. Stattdessen nutzen wir wiederverwendbare, personalisierte Kaffeebecher und einen Wasserspender.

Wir trennen Papier, Karton, Kunststoff, Aluminium-Druckplatten, Gummitücher und Tonerkartuschen nach internen Vorgaben. Je nach Material, Standort und verfügbarer Infrastruktur führen wir sie geeigneten Recycling- oder Entsorgungswegen zu.

An unseren Standorten in Bozen und Augsburg stehen E-Ladestationen zur Verfügung. Außerdem prüfen wir unseren Fuhrpark regelmäßig und ersetzen Fahrzeuge schrittweise durch Modelle mit geringerem Kraftstoffverbrauch oder niedrigeren direkten Emissionen.

Auch bei unseren Lieferanten schauen wir genauer hin. Wir überprüfen ausgewählte Partner regelmäßig anhand definierter Kriterien – unter anderem in den Bereichen Umweltmanagement, Transport und Ressourceneinsatz. Bei Transportleistungen erfassen wir, soweit verfügbar, auch eingesetzte Antriebe und Emissionsdaten. Für uns bedeutet Partnerschaft deshalb auch, Verantwortung gemeinsam zu tragen.

Im Produktionsprozess nutzen wir eine Regenwassersammelanlage. Das gesammelte Wasser kann bei bestimmten Anwendungen und im Kühlwasserkreislauf eingesetzt werden und hilft dabei, den Verbrauch von Frischwasser zu reduzieren. Die eingesparte Menge erfassen wir derzeit noch nicht separat.

Auch für unsere Website leisten wir einen freiwilligen Beitrag zu zertifizierten Klimaschutzprojekten. Das entsprechende Zertifikat der Initiative „Websites, die Klimaprojekte unterstützen“ (WCDU) ist bis zum 30. April 2027 gültig (Teilnehmer-ID 2333).

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